Es ist frühmorgens. Mein Mensch ist früher als üblich aufgestanden. Nachdem ich mein Morgengeschäft auf der grossen Wiese vor der Wohnung erledigt hatte,beobachte ich wie mein Mensch hektisch verschiedene Dinge zusammensucht. Plötzlich holt sie den Rucksack hervor; mein Rucksack. Da weiss ich, wir gehen aus. Immer wenn wir längere Ausflüge unternehmen, darf ich zwischendurch in meinem Rucksack sitzen und mein Mensch trägt mich damit vor ihrer Brust umher. Freudig hüpfe ich in meinen Rucksack, denn ich liebe es geschützt zu sein und trotzdem die Gegend abzuchecken.

Doch mein Mensch lässt mich vorerst nicht in meinem Rucksack bleiben und so spazieren wir bis zur nächsten Bushaltestelle. Dort darf ich im meinem Rucksack Platz nehmen und nachdem wir in den Bus gestiegen sind, beobachte ich die vielen Menschen,die um uns herumstehen. Als wir vom Bus aussteigen treffen wir die Mama meines Menschen. Ich freue mich sie zu sehen, denn sie geht auch oft mit mir spazieren, gibt mir Essen und streichelt mich, wenn mein Mensch zu beschäftigt ist und ich bei ihr übernachten darf. Zu dritt steigen wir in einen Zug. Mein Mensch und ihre Mama setzen sich hin und mein Mensch setzt mich in meinem Rucksack neben sich ab und obwohl ich in meinem Rucksack bleiben muss -sonst müssen wir ein Billett für mich kaufen- fühle ich mich wohl und verfolge gespannt,was um mich passiert.

Als wir aus dem Zug ausgestiegen sind, spüre ich die Wärme der Sonne und nach einem kurzem Spaziergang erreichen wir einen See, wo wir eine kurze Pause einlegen. Wir sind in Locarno, sagt mein Mensch. Ich geniesse die Aussicht auf den See, neben mir ein Schälchen kühles Wasser und ein warmes Lüftchen, das mir um die Schnauze weht. Was will Hund mehr?

Danach hatten mein Mensch und ihre Mama hunger und während sie ihr Essen zu sich nehmen, bleibe ich ruhig und gelassen,mit Blick auf ein Schwimmbecken und zwischendurch ein Häppchen essend, in meinem Rucksack unter dem Tisch – Herrlich.

Ich dachte besser kann es nicht sein, doch nach dem Essen besteigen wir nach einem Spaziergang ein Schiff und ich bin entzückt von der erfrischenden Seeluft, welche mir um die Ohren zieht und blicke zufrieden auf den See hinaus und bestaune die prächtigen Häuser am Seeufer.

Nach dieser erholsamen Seefahrt genehmigen sich meine Menschen noch ein Gelato und ich erfreue mich am Schatten unter dem Tisch

Bei der Rückreise im Zug überkommt mich eine wohlige Müdigkeit und ich gönne mir ein Schläfchen. Was für ein spannender Tag das war. Ich freue mich schon auf den nächsten Ausflug.
